Zum Abschluß noch mein Erinnerungsfoto an meinen Abendausflug nach Silverton...
Das einzige Problem mit Purgatory Village war, daß man keine besonders große Auswahl hatte, wenn es darum ging, abends essen zu gehen. "Purgy's" war das einzige Restaurant vor Ort, und das war ziemlich mittelmäßig.
Also beschloß ich am Abend des zweiten Tages einen kleinen Ausflug in den Ort Silverton zu machen. Es gibt eine Dampfeisenbahn von Durango nach Silverton, und die ist so ziemlich der Hit für Touristen, tagsüber zumindest.
Silverton liegt ebenfalls an der Route 550, und die Route 550 ist recht angenehm zu fahren. Was ich nicht wusste: die Route 550 ist nur von Durango bis Purgatory Village angenehm zu fahren - nach der Abzweigung ins Skigebiet verläuft sie nur noch einspurig und schlängelt sich langsam durch die Landschaft. Silverton ist nur gute 20 Meilen von Purgatory Village entfernt und so hatte ich mal eine Fahrtzeit von ca. einer halben Stunde einkalkuliert. Was ich wiederum nicht wusste: Silverton liegt auf einer Höhe von 9318 ft (2840 m) und um dort hinzugelangen muß man über 3 Bergpässe: den Engineer Mountain Pass (12910 ft, 3934 m), den Coalbank Pass (10640 ft, 3243 m) und den Molas Pass (10910 ft, 3325 m). Natürlich fing es auch noch zu schneien an, was es auch nicht gerade einfacher machte, auf dem schmalen Sträßchen, das immer noch die Route 550 war, voranzukommen.
Nach mehr als der doppelten ursprünglich kalkulierten Zeit kam ich dann endlich in Silverton an - nur um festzustellen, daß es sich um ein völlig ausgestorbenes Kaff mit 750 Einwohnern handelte. Und natürlich hatte alles zu. Aber abgesehen davon gab es dort sowieso kein Restaurant. Tja, hat sich was mit Touristenattraktion.
Ich hab dann noch schnell wenigstens das Ortsschild als Beweis fotografiert und habe mich wieder über die verschneiten Bergpässe zurück nach Purgatory Village geschlängelt... Circa eine Meile vor Purgatory Village entdeckte ich dann ironischerweise ein hervorragendes Restaurant das auch zur mittlerweile fortgeschrittenen Stunde noch geöffnet hatte.

Wozu in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah!

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© 2002 Mirko Raner